Das Objekt soll abgerissen werden - die Mieter bis Ende 2019 ausziehen

Alzey (as) – Der Bericht der Alzeyer-Zeitung über den gekündigten Wohnraum dreier Renterehepaare hat gleich am ersten Tag große Wellen geschlagen.
Wie berichtet, hat sich nun auch der Alzeyer Stadtbürgermeister Burkhard mit eingeschaltet und die betroffenen Mieter, samt Vetreter der Alzeyer Baugesellschaft am 10.12.2018 ins Rathaus eingeladen.

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Nun hat sich heute, am Donnerstag, 29.11.2018 nochmals der Investor und neue Eigentümer des Objekts Weinheimer Landstr. 76 bei der Alzeyer-Zeitung gemeldet, da er sich in einigen Punkten etwas missverstanden sieht.

Der Abriss des Objekts ist unabdingbar

Ihm sei die Aufregung nur bedingt verständlich: “Sicher wird das Objekt abgerissen und es müssen Mieter hierzu ausziehen, aber dies ist doch auch unabdingbar bei diesem Objekt, es kann doch auch keinem über 80jährigen Menschen zugemutet werden, dass er 2 Stockwerke Treppen hochläuft und man ihn dann in einer zugigen Wohnung mit alten Leitungen leben lässt” so der neue Eigentümer “Wenn morgen das Haus abbrennt aufgrund z.B. der maroden Elektrik, würde es umgekehrt lauten, dass der neue Eigentümer das Objekt längst schon hätte abreißen müssen. Eine Sanierung ist defintiv nicht möglich und wäre völlig unrentabel.”

Tatsache ist, das Haus ist alt und stammt aus den 50er Jahren.
Es verfügt über keine separaten Wasserzähler, es sind noch einfach verglaste Fenster verbaut sowie Kupferrohre und eine alte Elektrik.
Auch den älteren Herrschaften im 2. Stock wird das Treppensteigen im weiter fortschreitendem Alter sicherlich nicht leichter fallen.

Miteinander reden statt Übereinander

“Es ist unglaublich bedauerlich, dass die Mieter lieber durch die Presse über mich reden, jedoch nicht direkt mit mir!” so der neue Eigentümer.

“Als Investor und Bauunternehmer hatte ich bisher immer leerstehende Grundstücke bebaut, dieses war mein erstes Objekt, welches vermietet ist und abgerissen gehört.
Um hier keine Fehler zu machen -sei es formell oder fristenmäßig- wandte ich mich direkt an einen Anwalt. Dass es hier zu evtl. zwischenmenschlichen Defiziten bei der Kommunikation bzw. Abwicklung gekommen sein kann, dafür muss ich mich entschuldigen, ich bin nun mal von mir selbst ausgegangen, dass sich die Menschen, nachdem sie das Schreiben erhalten haben bei mir melden und ich Ihnen meine volle Unterstützung zukommen lassen kann – leider hat sich noch keiner der Mieter diesbezüglich bei mir gemeldet.”
so der Mainzer Besitzer.

Keine Vermischung der zwei verschiedenen Bauvorhaben

Was ihn ebenfalls in den Pressemeldungen stört, sei die Vermischung seines Ojekts, mit einem völlig anderen Objekt im selben B-Plan-Gebiets (am Roten Tor).
Die Kündigung an die Mieter seines Objekts ging mit Schreiben vom 21.11.2018 raus, die Bauausschusssitzung, über die der Überbau des Objekts am Roten Tor bewilligt wurde fand jedoch erst am 22.11.2018 statt “Das hat mit meiner Sache doch überhaupt nichts zu tun, ob die das genehmigen oder ablehnen, ich habe für mein Objekt eine Bauvoranfrage gestellt und die Sache geht nun ihren Gang” betont er.
“Einerseits betonen die Politiker dass eine Verdichtung notwendig sei, beschweren sich aber gleichzeitig wenn diese vollzogen wird weil 3 Mieter betroffen sind? Wie ehrlich kann man das finden?”

Angebot zur Hilfe steht

Der Investor betonte gegenüber der Alzeyer-Zeitung erneut, dass er den Mieter jedmögliche Unterstützung zukommen lassen möchte “sobald sich jemand meldet, können wir auch aktiv werden mit der Suche und Unterstützung, erneut möchte ich betonen, dass keiner auf der Straße landen wird.”

“Selbst wenn die neuen Mieten sicher etwas höher ausfallen würden, so würde sich dies ganz sicher mit den Einsparungen bei den Nebenkosten, sowie einem barrierefreien Wohnen – und einem insgesamt besserem Wohnklima, amotisieren” betonte der neue Besitzer.

Bleibt zu hoffen, dass die Parteien nun zueinandern finden.

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