Symbolbild

Koblenz (as) – Insgesamt drei Katzen hatten Anwohner in der Verbandsgemeinde Pellenz (Kreis Mayen-Koblenz) im Freien gefunden und zu einer Tierärztin gebracht.
Diese behandelte die Tiere, bis sie wieder gesund waren.

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Nun forderte die Tierärztin die Kosten von über € 2.000.- bei der VG Pellenz an.
Die VG Pellenz lehnte eine Kostenübernahme ab, u.a. mit der Begründung, dass es sich bei diesen Fundtieren um sog. “Streuner” handeln würde und diese generell herrenlos seien, somit also nicht als “Fundsache eines Besitzers” zuzuordnen wären.
Das Verwaltungsgericht Koblenz sah diese anders und verurteilte die VG zur Kostenübernahme. (Urteil: 2 K 533/17.KO).
Die Verbandsgemeinde legte gegen dieses Urteil Widerspruch beim OVG Koblenz ein.

Heute, am Dienstag, 20.11.2018 war nun die Widerspruchsverhandlung.
Soeben wurde das Urteil des Verwaltungsgerichts AUFGEHOBEN.
Der zuständige Richter gab an, dass wohl grundsätzlich eine Kostenübernahme bestehen würde, auch bei Fundkatzen, jedoch hatte im konkreten Fall die Tierärztin versäumt die Fundbehörde unmittelbar zu informieren.
(Eine Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.)

Der stellv. Pressesprecher des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz, Herr Andreas Hammer teilte gegenüber der Alzeyer-Zeitung mit, dass “…grundsätzlich die Fundbehörden bei Fundtiere zuständig seien. Dort seien die Tiere auch abzugeben. Lediglich im Notfall und bei Nichterreichbarkeit, könne man diese auch zu einem nahegelegenem Tierarzt/Tierärztin oder Klinik bringen, der die Behandlung einleiten kann, jedoch hat dieser SOFORT die Fundbehörde zu informieren, genau diese Informationsweitergabe habe im konkreten Fall gefehlt, um die Kostenübernahme zu rechtfertigen.”

 

 

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